2017 (Jahresbericht)

Verehrte Gäste, liebe Jungschützen,

meinen diesjährigen Jahresrückblich starte ich mit einigen Worten von Erich Kästner:

Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!

Wie im Jahr zuvor beschäftigten uns auch im Jahr 2017 einige Ereignisse außerhalb des Jungschützenvereins über die ich kurz und ohne Anspruch auf Vollständigkeit berichten möchte.

Im letzten Jahr habe ich beim Zeit Magazin geklaut, dort gab es eine Aufzählung von 71 Dingen, die im Jahr 2016 gut waren. Dieser bewusst positive, einseitige Blickwinkel auf das Weltgeschehen hat mir gefallen und so habe ich auch für das Jahr 2017 zum Zeit Magazin herüber geschielt. Aus der Aufzählung der 71 guten Dinge für das Jahr 2016, ist in diesem Jahr eine Aufzählung der 56 guten Dinge für das Jahr 2017 geworden. Wenn man jetzt nur die absoluten Zahlen betrachtet, dann würde dies bedeuten, dass die Welt um 21% schlechter geworden ist – ich habe das einmal für uns alle extra ausgerechnet.
Ich glaube aber eher, dass einfach versucht wurde den Fokus auf die wesentlichen Dinge zu beschränken – diese Herangehensweise ist es wert nachgeahmt zu werden und so starte ich nun mit der Auswahl meiner persönlichen Favoriten:

Homosexuelle dürfen nun Spießer werden und heiraten.

Auch Frauen dürfen Fußballspiele verpfeifen.

Das Great Barrier Reef blüht auf.

Hamburg hat seinen BER eröffnet und nennt ihn Elbphilharmonie.

Wir haben 500 Jahre Reformation überlebt. 

Al-Rakka wird vom IS befreit. 

#MeToo

Harry knutscht jetzt offiziell mit Meghan.

Seine Oma macht das mit Prinz Philip heimlich schon seit 70 Jahren.

Mugabe geht. 

Der Gender-Pay-Gap hat gegen Norwegens Frauenfußballmannschaften verloren. 

In Saudi-Arabien dürfen Frauen bald einparken.

Shin Shin und Ri Ri haben nach vier Jahren wieder Sex. Zumindest für 52 Sekunden. Im Pandagehege des Zoos von Tokio.

Die Plastiktüte stirbt.

Der Iran lässt das Bombenbauen sein.

Nur noch 1.026 Tage bis zur nächsten Präsidentenwahl in den USA.

Die Germanen sind wieder eine Speerwurfnation.

Russische Athleten müssen mit weißer Weste zu den Olympischen Spielen.

Es stand erst am 12. Spieltag fest, wer Deutscher Meister wird.

 

Das Jungschützenjahr startete am 14. Januar mit der Generalversammlung in der Schützenhalle. 5 neue Mitglieder – davon 2 Neueintritte auf der Versammlung -  konnte der Verein in seinen Reihen begrüßen.

Nach dem Erfolg in den letzten beiden Jahren, erfolgte die Bewirtung der Veranstaltung auch wieder in Eigenregie.

Der anschließende Ausklang der Versammlung zog sich noch etwas länger hin und wir mussten zwischendurch die Fassbiervorräte aufstocken – in diesem Jahr haben wir einfach gleich eine Party an die Generalversammlung angehängt.


Zum ersten Mal wurden die Weihnachtsbäume für das Osterfeuer von uns am Vormittag vor der Generalversammlung eingesammelt. Da es allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat, konnten die Bredenborner heute Vormittag zum zweiten Mal ihre ausgedienten Christbäume in die professionellen Hände der Jungschützen übergeben.

Am 28. April nahmen wir mit einer kleinen Abordnung an der Verabschiedung unseres ehemaligen Pastors Helmut Golletz teil. Als gute Gäste halfen wir natürlich beim Absperren der Lokalität und irgendwer muss ja der letzte sein. Ich habe gehört, dass der kleine Zeiger seinen Zenit schon wieder überschritten hatte…

Beim diesjährigen Tanz in den Mai der Handwerker, gab es keine Jungschützenwanderung – trotzdem nahmen wir natürlich zahlreich teil und ließen uns unter dem Maibaum die dargebotenen Kaltgetränke bei Kuchen und Grillspezialitäten schmecken.

Unser Königschießen auf Christi Himmelfahrt lieferte nach zähem Ringen einen neuen Jungschützenregenten: Milan Rauter errang die Königswürde und erwählte seine Freundin Anna-Sabrin Tewes zur Königin. Die Hofstaatpaare bildeten Alexander Sievering mit Corinna Leiße, sowie Markus und Julia Rüthers.
Uns Feuerwehrkameraden hat besonders gefreut, dass nach Toto im Jahr 2003 wieder ein Kamerad die Bredenborner Jungschützenkönigswürde errungen hat – geiler Typ!

 

Am 25. Juni folgten wir der Einladung der Entruper Schützen und nahmen am Festumzug im Nachbarort teil. Michael Kros hatte die Entruper Königswürde errungen und unser Oberst Dennis Altmiks war mit seiner Frau Elena teil des Hofstaates. So etwas kann man seinem Schwager natürlich nicht abschlagen – aber mal ehrlich Dennis: Ein Schützenfest in grüner Jacke und Seppelhut, da mussten wir zweimal genau hinschauen um dich zu erkennen. Nichts desto trotz ist dieser Kelch an dir ja unbeschadet vorüber gegangen, was man von den feierwilligen Gästen nicht ganz behaupten kann: Ich kann bis heute nicht genau sagen wie viele verschiedene Biersorten in Entrup über das Fest im Ausschank waren…

Die Ackerstädter Schützenbruderschaft lud uns am 02. Juli zu ihrem Stadtschützenfast nach Vörden ein, gerne folgten wir der Einladung und jubelten dort den vielen Majestäten zu. Wir verbrachten ein paar schöne Stunde im Nachbarort bis wir zu späterer Stunde den Heimweg antraten.

 

Wie in jedem Jahr fieberten wir wieder dem Highlight im Bredenborner Veranstaltunskalender entgegen.

Nach ein paar Wochen der Vorbereitung und harter Aufbauarbeit war es endlich wieder soweit: Liborischützenfest in Bredenborn!

Nachdem im letzten Jahr der Wettergott ein Einsehen hatte, hatten wir in diesem Jahr wieder mit einigen Wetterkapriolen zu kämpfen.

Nach dem samstäglichen Fackelumzug spielte zum ersten Mal die Tanzband  RemmiDemmi in der Bredenborner Festhalle. Von vielen Seiten wurden wir in unserer Wahl im Nachhinein bestärkt. Um es kurz zu machen: Wir hatten einen riesen Spaß und ich glaube alle anderen Anwesenden auch.
Mit dem Schlusslied der Band öffnete Petrus die Schleusen und über der Bredenborner Schützenhalle ergoss sich ein Starkregen, der seines gleichen suchte – zum Glück konnte man drinnen in geselliger Runde noch ausharren und vor der Theke auf besseres Wetter warten.
Wieder gab es eine Neuerung am Sonntagmorgen. Nach einer Prozession zur Liborikapelle wurde dort das Festhochamt gefeiert. Ich glaube so langsam hat sich eine neue Routine am Liborisonntagmorgen eingespielt. Während des großen Festumzugen am Sonntag bei bestem Wetter konnten neben den strahlenden Königs- und Hofstaatpaaren auch vollendete Reitkünste bewundert werden. Es wird gemunkelt dass für das Jahr 2019 über einen Streitwagen nachgedacht wird, um großere Unglücke zu verhindern…
Den Abend versüßten uns die 2 Schweinfurter von der Bühne aus mit ihrem Programm. Seit einigen Jahren sind die zwei für uns Jungschützen am Sonntagabend schon fast nicht mehr wegzudenken.
Zu späterer Stunde gab es für viele Anwesenden ein kleines Déjà-vu. Nach den Meyer Schwestern 2015 gab es in diesem Jahr auch wieder ein paar Gesangseinlagen: Diesmal konnten wir der Stimmen vom Oberst und der Königin lauschen – was ein schöner Liborisonntag.

 

Der Montagmorgen begann mit der Schützenmesse und hier muss wieder die rege Teilnahme der Jungschützen erwähnt werden. Es freut uns außerordentlich, dass sich in den letzten Jahren der Besuch der Schützenmesse unter vielen Schützen zur Selbstverständlichkeit entwickelt hat. Nur gelebte Traditionen haben Fortbestand!

Nach dem Schützenfrühstück konnten wir Tina und Andrea für ein paar Stunden an unserem Tisch begrüßen. Hinten rechts wurden so einige Jungschützenhosen leichter an diesem Tag – aber jeder ist ja selbst seines Glückes Schmied.

Der Montagabend endete wie es sich gehört: Feuchtfröhlich und erst spät in der Nacht.

Was bleibt noch zu sagen zum Schützenfest 2017:

Unser zweites Fest mit Wolfgang Rasche als Festwirt hat uns gezeigt, dass es sich lohnt in Beständigkeit zu investieren. Viele kleine Sachen die zwei Jahre zuvor noch nicht ganz reibungslos funktionierten liefen in diesem Jahr wie am Schnürchen. Ein gelebter Dialog schadet also nie.

 

Unserem Vereinswirt Norbert Wiechers gratulierten wir am 07. August zu seinem 60. Geburtstag.

 

Der Ball der Könige im Jahr 2017 fand am 02. September in Eilversen statt. Als krönender Abschluss der Marienmünsteraner Schützenfestsaison freuen sich alle Vorstände sowie Königs- und Hofstaatpaare auf dieses Ereignis, um noch einmal ausgelassen feiern können. Besonders beeindruckt hat uns, das neben den Eilverser Schützen eigentlich das ganze Dorf im Festzelt anzutreffen war. In vielen Dörfern ist dies keine Selbstverständlichkeit. Ihr könnt es euch vorstellen, unter diesen Voraussetzungen blieben wir lange und feierten ausgiebig.

 

Gerne nahmen wir am Wein- und Oktoberfest des Maurer- und Handwerkervereins teil, es ist jedes Jahr wieder klasse su sehen, wie viel Mühe ihr euch bei dieser Veranstaltung macht.

 

Am ersten Advent waren wir Jungschützen traditionell an unserem Glühweinstand in der Schützenhalle anzutreffen. Schön, dass es wieder einen Bredenborner Weihnachtsmarkt gibt und bei dem regen Interesse hoffen wir alle auf eine Fortsetzung dieser Tradition. Den meisten Spaß hatte übrigens unser König Milan an diesem Abend der zu späterer Stunde einen Abstecher zum Kinderschminken unternahm.

 

Nach den Neuerungen in den letzten Jahren nahmen wir mit unserer Fahnenabordnung am Patronatsfest, dem Hochamt am 30. April  sowie an der Gedenkfeier am Volkstrauertag teil. Des Weiteren waren wir am 15.10. bei der Einführung der französchischen Pastöre in der Abtei Marienmünster zugegen.

 

Ein großes Projekt im Jahr 2017 war die Restauration unserer Jungschützenfahne die dank vieler Spender von uns realisiert werden konnte. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an alle Unterstützer, die dieses Vorhaben erst möglich gemacht haben.


Über das ganze Jahr hinweg haben viele Vorstandsmitglieder bei der Renovierung der Schützenhalle mitgeholfen, auch dies muss hier einmal erwähnt werden, da es keine Selbstverstandlichkeit ist.


Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass der Bericht kurzweilig genug war und ich Euch nicht allzu sehr gelangweilt habe.

Uns allen wünsche ich noch ein paar nette Stunden in der Halle, eine aufregende Schützenfestsaison und vor allem Gesundheit und ein erfreuliches Jahr 2018.