2016 (Jahresbericht)

Verehrte Gäste, liebe Jungschützen,

wie im Jahr zuvor beschäftigten uns auch im Jahr 2016 einige Ereignisse außerhalb des Jungschützenvereins über die ich kurz und ohne Anspruch auf Vollständigkeit berichten möchte.

Dieses Mal habe ich beim Zeit Magazin geklaut. Dort gibt es eine Aufzählung von 71 Dingen, die im Jahr 2016 gut waren. Es wird also bewusst auf schlechte Nachrichten verzichtet – dieser einseitige Blickwinkel auf das Zeitgeschehen gefiel mir und so möchte ich uns alle kurz daran teilhaben lassen. Aber keine Angst, ich habe aus den 71 Dingen nur ein paar meiner persönlichen Favoriten ausgewählt:

Jérôme Boateng ist ein guter Nachbar.

Deutschland wird Europameister! Im Herren-Handball.

Die beiden Kometen P/2016 BA14 und 252P/Linear rasen knapp an der Erde vorbei.

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg tut das, was alle sollten: Aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Die Elbphilharmonie ist fertig.

Michel Platini ist weg und Sepp Blatter bleibt weg.

Angelique Kerber rettet das deutsche Tennis.

Buckelwale sind nicht mehr vom Aussterben bedroht.

Pikachu jagt Millionen von Couchpotatoes von den Sofas.

Der Besitzer des Dschungelcamp-Geländes will nicht mehr weitervermieten.

2:0 für Albert Einstein: Gravitationswellen entdeckt.

Huh! Islands Auftritt bei der Fussball EM.

Jan Böhmermann sitzt nicht im Gefängnis.

Die Panama Papers decken Steuerfluchten, Geldwäsche und Korruption auf.

Bob Dylan hat den Literaturnobelpreis bekommen – und nimmt ihn nicht entgegen.

   

 

Das Jungschützenjahr startete am 16. Januar mit der Generalversammlung in der Schützenhalle. 9 neue Mitglieder – davon 5 Neueintritte auf der Versammlung -  konnte der Verein in seinen Reihen begrüßen.

Nach dem Erfolg im letzten Jahr, erfolgte die Bewirtung der Veranstaltung auch wieder in Eigenregie.

Bei den anstehenden Neuwahlen gab es ein paar Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes:

Mathias Hengsbach wurde zum neuen Adjutanten und Christian Finke zum Geschäftsführer gewählt. Christian Zawadzki ist nun zweiter Fahnenoffizier und als neue Hauptmänner sind Frank Willberg und Peter Haueisen zu nennen.

Anschließend wurde über die Anpassung des Jahresbeitrages sowie über die blauen Fliegen abgestimmt.

Der anschließende Ausklang der Versammlung zog sich  noch etwas länger hin, was dazu führte, dass wir mehrere Male die Fassbiervorräte aufstocken mussten...

 

Ein Novum bildete die Kölsche Nacht am 12. März in der Bredenborner Schützenhalle.

Ein Zusammenschluss mehrerer Bredenborner Vereine veranstaltete anlässlich des 80-jährigen Hallenjubiläums eine Abendveranstaltung mit Tanzmusik – zurückhaltend ausgedrückt. Alle Beteidigten waren sich einig, dass der Abend ein voller Erfolg war, für so eine klasse Veranstaltung hat sich der Arbeitseinsatz im Vorfeld mehr als gelohnt

 

Zum dritten Mal wurde vom Jungschützenverein eine Wanderung am 1. Mai veranstaltet. Nach dem regen Zuspruch in den letzten Jahren stand eine Wiederholung für uns fest. Dieses Jahr allerdings mit einer Win-Win Situation: Die Handwerker freuen sich, wenn wir geschlossen unter dem Maibaum aufschlagen und für die Teilnehmer der Wanderung gab es eine gratis Manta-Platte. Der Manta-Platten-Kuhhandel wurde übrig auf der vorherigen Weihnachtsfeier zu später Stunde bei Hochprozentigem ausgehandelt…

 

Auf Christi Himmelfahrt fiel der Startschuss morgens bei Oberst Dennis Altmiks. Anlässlich seines Geburtstages hatte er die Offiziere nebst Partnerinnen sowie Königs- und Hofstaatpaare zum Brunch an der Hutte im Bollkasten eingeladen. Das hatten wir nicht besser gewusst – als wir nachmittags an der Halle eintrafen strahlten unsere verbrannten Gesichter mit der Sonne um die Wette oder anders gesagt: Der Bredenborner Altschützenkönig Burkhard Münster konnte seine Königswürde bei herrlichem Königswetter erringen und wählte sogleich seine Frau Antje zu seiner Königin. Nach getaner Arbeit war es allerdings nicht mehr die Sonne die am meisten strahlte – ohne Anspruch auf Richtigkeit stelle ich einfach mal fest, dass ich noch nie einen Bredenborner König habe mehr strahlen sehen als es Burkhard nach dem Überreichen der Königskette tat.

Nebenbei konnten die Jungschützen zum ersten Mal das Vereinspokalschießen der Altschützen für sich entscheiden – 36, 35, 35 waren an diesem Tag nicht zu schlagen.

 

Beim Menschenkickerturnier des Sportvereins am 11. Juni auf dem Schulhof errang das Team der Jungschützen einen außergewöhnlichen 2. Platz. Nach zwei dritten Plätzen in den Vorjahren geht es auch dort in die richtige Richtung… Mal sehen was die Zukunft so bringt.

 

 

Die Ackerstädter Schützenbruderschaft lud uns am 26. Juni zu ihrem Schützenfast nach Vörden ein, gerne folgten wir der Einladung und jubelten dort natürlich besonders deren Königin Daniela Vogedes zu. Daniela ist gebürtige Bredenbornerin und Schwester unseren Vorstandskollegen und Hofstaatmitgliedes Marc. Wir verbrachten ein paar schöne Stunde im Nachbarort bis wir zu späterer Stunde den Heimweg antraten.

 

Wie in jedem Jahr fieberten wir wieder dem Highlight im Bredenborner Veranstaltunskalender entgegen: Liborischützenfest in Bredenborn!

Nach den Wetterkapriolen des vorherigen Jahres hatte der Wettergott ein einsehen. Ein fast regenfreier Samstag und ab Sonntag herrlichstes Wetter waren ausgleichende Gerechtigkeit.

Nach dem samstäglichen Fackelumzug spielte Tanzband  Maniac in der Bredenborner Festhalle. Auch wenn die Musikauswahl für ein Schützenfest im Nachhinein etwas umstritten war – meinen Geschmack hat sie zumindestens voll getroffen und die zahlreichen Gaste aus Nah und Fern feierten lange und vor allem ausgiebig.

Der Sonntagmorgen bescherte uns ein paar Neuerungen: Ohne Prozession fand das Hochamt an der Liborikapelle statt. In Anbetracht der Situation war dies nicht die schlechteste Lösung – auch wenn ein Mitglied des Vorstandes erst kurz vor Beginn der Messe aus dem Bett geklingelt werden musste. Zum Glück hatte er von Allen den kürzesten Anreiseweg…

Während des Festumzuges brannte der Lorenz gnadenlos auf uns herab und wir waren froh über jeden Zentimeter Schatten der sich uns bot.

Dafür wurden alle Anwesenden von einem strahlenden Königspaar nebst Hofstaat entlohnt. Neben dieser Augenweide ist auch Festredner Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer lobend zu erwähnen, der eine klasse Rede unter den Eichen am Ehrenmal hielt.

Der Montagmorgen begann mit der Schützenmesse und hier muss mal wieder die rege Teilnahme der Jungschützen erwähnt werden. Es freut uns außerordentlich, dass sich in den letzten Jahren der Besuch der Schützenmesse unter vielen Schützen zur Selbstverständlichkeit entwickelt hat.

Nach dem Schützenfrühstück konnten wir Tina und Andrea für ein paar Stunden an unserem Tisch begrüßen. „Montage sind Zahltage“ und so vollstreckten die Harte und die Zarte wieder so einige Strafen und baten die Vorstandsmitglieder zur Kasse. 

Der Montagabend endete wie es sich gehört: Feuchtfröhlich und erst spät in der Nacht.

 

Was bleibt noch zu sagen zum Schützenfest 2016:

Für den annähernd komplett neuen Altschützenvorstand konnte das Schützenfest nur als Herausforderung bezeichnet werden. Die finanzielle Lage, sowie die geringe Vorlaufzeit aufgrund der um ein Jahr verspäteten Neuwahlen waren bestimmt nicht die besten Voraussetzungen.

Trotz aller Widrigkeiten  wurde ein klasse Liborischützenfest auf die Beine gestellt, auf das vor allem die Altschützen stolz sein können.

Bei uns Jungschützen waren zum ersten Mal alle Schützen mit Fliege unterwegs. Auch wenn es mir etwas schwer fällt, muss ich sagen: Ihr saht echt klasse mit euren blauen Propellern aus!

 

Einen Doppelschlag führte im Jahr 2016 die St. Jakobus Schützenbruderschaft Großen- und Kleinenbreden aus.

Zum einen als Ausrichter des Stadtschützenfestes am 21. August, sowie zwei Wochen später  am 03. September als Gastgeber des Ball der Könige.

Natürlich nahmen wir an beiden Veranstaltungen teil, auch wenn dies ruhig hätte zahlreicher geschehen können. In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden einen Ausrichter für die beiden Veranstaltungen zu finden und da freut es uns doch umso mehr, dass es die Großen- und Kleinenbredener geschafft haben, gleich zwei so tolle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

 

Am 02. Oktober unterstützen wir das Kartoffelfest anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der Schützenhalle mit einem Pommes- und Würstchenstand.

Auch hier muss einfach noch einmal lobend erwähnt werden was in diesem Jahr alles in der Schützenhalle passiert ist. Der Heimatschutzverein e.V. als Dachverband der Bredenborner Vereine und Hallenbetreiber hatte in den letzten Jahren viele schwierige Aufgaben zu meistern und kann zu Recht stolz auf die eigene Leistung sein. Wenn ihr unsere Tatkräftige Unterstützung braucht sind wir auch in Zukunft gerne zur Stelle!

 

Nach den Neuerungen in den letzten Jahren nahmen wir mit unserer Fahnenabordnung am Patronatsfest, dem Hochamt in der Schützenhalle am 1. Mai sowie an der Gedenkfeier am Volkstrauertag teil. Vielleicht werden ja die Karten in der Zukunft neu gemischt und es gesellt sich mal wieder eine Bredenborner Prozession hinzu…

 

Auch im privaten Bereich gab es in unserer Führungsetage ein paar Neuerungen.

Zuerst gab Adjutant Mathias Hengsbach seiner Monique das Ja-Wort, wenig später folgte ihm Oberst Dennis Altmiks und heiratete seine Elena.

Wir wünschen euch beiden viel Glück für eure Zukunft.

 

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass der Bericht kurzweilig genug war und ich Euch nicht allzu sehr gelangweilt habe.

Uns allen wünsche ich noch ein paar nette Stunden in der Halle, eine aufregende Schützenfestsaison und vor allem Gesundheit und ein erfreuliches Jahr 2017.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Dominik Jäger, Fähnrich