2014 (Jahresbericht)

Verehrte Gäste, liebe Jungschützen,

wie im Jahr zuvor beschäftigten uns auch im Jahr 2014 einige Ereignisse außerhalb des Jungschützenvereins über die ich stichwortartig und ohne Anspruch auf Vollständigkeit berichten möchte:

Edathy Affäre: Kinderpornografie, Informationsweitergabe, fehlendes Unrechtbewusstsein

Ukraine Krise: Macht und Machtlosigkeit

NSA Spionageaffäre: Freunde und falsche Freunde

ISIS: Terror, Versklavung, Genozid

Ebola in Westafrika: Zögern der westlichen Welt, Leid und Tod

Pegida: Idioten, Rassisten, Unverständnis

4:0, 2:2, 1:0, 2:1 Eistonne, 1:0, 7:1, 1:0 Weltmeister. So lässt sich dann noch kurz und knapp das wichtigste Ereignis im Deutschen Sportjahr beschreiben.

Das Jungschützenjahr startete am 11. Februar mit der Generalversammlung in der Schützenhalle. 2 neue Mitglieder konnte der Verein in seinen Reihen begrüßen.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Dennis Altmiks zum neuen Oberst gewählt und Paul Haueisen zu seinem Adjutanten. Dem scheidenden Oberst Marcel Dreier war doch ein wenig Wehmut anzumerken. Wir wünschen Cello auf diesem Weg noch einmal alles Gute für seine Zukunft und sagen Dir Danke für Zeit und Mühen die Du in den Verein investiert hast.

Wie im Jahr zuvor fand keine Party im Anschluss an die Generalversammlung statt, im Moment lohnt so eine Veranstaltung nicht, was aber nicht bedeutet, dass sich daran in Zukunft nichts ändern kann.

Eine Neuerung gab es am 1. Mai. Der Jungschützenverein veranstaltete eine Maiwanderung mit den Vereinsmitgliedern. Zum einen wünschten wir uns ein wenig mehr Kontakt zu den Mitgliedern, zum anderen wollten wir so vielleicht auch ein paar Leute zum Maibaumfest der Handwerker mitbringen.

Jetzt folgt ein kleines Déjà-vu, denn schon im Vorjahr habe ich über das Königschießen der Altschützen berichtet. Nur dieses Mal kann ein erfolgreiches Fazit gezogen werden: Friedhelm Vogt errang die Königswürde und wählte seine Angelika zur Königin. Den Hofstaat komplettierten Hans und Mechthild Reifer, Johannes und Renate Zawadzki, Johannes und Mechthild Lippe sowie Georg und Petra Fischer.

Die meisten Textnachrichten an diesem Abend lasen sich allerdings anders: Rollo König, Hofstatt: Langer Hans, Lippen Hansi, Honsch und Shorty – da wusste jeder wer gemeint war…

Wahrscheinlich lag es einfach am Christi Himmelfahrtstermin, dass die Altschützen einen König gefunden haben – alte Traditionen sind halt doch nicht Tod zu kriegen.

Unseren ersten offiziellen Auftritt bestritten wir am 14. Juli. Auf Einladung unserer Jungschützenkönigin besuchten wir den Istruper Schützenfestsamstag und verliehen der Hütte ein wenig Glanz.

Eine Woche später fuhren wir zum Nieheimer Stadtschützenfest nach Entrup.

Es war nicht unsere erster Besuch in der Nachbarschaft in den letzten Jahren, aber einige Ereignisse gleichen sich doch fast immer: Das Wetter spielte den Entrupern gut mit und die Rede des Entruper Schützenoberst zählt auch wieder zu den Highlights. Im Anschluss an den Umzug ließen wir es uns im Festzelt noch ein paar Stunden gut gehen – was muss, das muss.

Beim Menschenkickerturnier des Sportvereins am 28. Juni errang das Team der Jungschützen einen hervorragenden 3. Platz. Zwar ein Rückschritt nach dem 1. Platz im Jahr 2011, aber das ist wohl Meckern auf hohem Niveau.

Der Germanenhof unseres Vereinswirtes Norbert Wiechers feierte im letzten Jahr 50 jähriges Bestehen und so feierten auch wir gerne am 11. Juli mit – vielen Dank für die Einladung.

Und dann war es wieder soweit: Liborischützenfest in Bredenborn!

Unser Vorstandsmitglied Christian sprang für seinen erkrankten Vater im Hofstaat der Altschützen ein und sorgte so für die kleine extra Portion Glanz bei den Majestäten und dem Hofstaat.

Wie auch in den Jahren zuvor, nahm wieder eine große Anzahl der Jungschützen am Fackelumzug am Samstag teil, gerade an einem Altschützenfest freuen wir uns, dass die Teilnahme zu einem festen Bestandteil geworden ist.

Der Samstag Abend war gut besucht, aber insgesamt muss man einfach festhalten, dass auch das Bredenborner Schützenfest nicht mehr genauso zahlreich besucht wird, wie es vor ein paar Jahren noch der Fall war – so etwas betrifft uns alle und erfordert vielleicht auch bei einigen ein Umdenken: Ein Schützenfest funktioniert nun mal nicht nur mit ein paar Aktive die sich darum kümmern, sondern lebt vor allen Dingen von den Besuchern.

Für meinen 2. Fahnenoffizier Frank fängt das Schützenfest so richtig an, wenn in der Messe am Sonntagmorgen zum ersten mal wieder „Sei gegrüßet, o Libori“ gesungen wird. Wir drei von der Fahne nahmen nach dem Einzug vorne im Chor Platz und wollten ganz geschmeidig anstimmen, warteten aber vergebens… Hat jemand von den Anwesenden schon einmal ein Festhochamt auf Libori in Bredenborner ohne „Sei gegrüßet, o Libori“ gehört? Ein Novum im negativen Sinne…

Der Montagmorgen begann wie in jedem Jahr mit der Schützenmesse. Auch hier waren wir wieder erfreut über die zahlreiche Teilnahme der Jungschützen - Traditionen haben nur bestand, wenn sie auch gelebt werden. Nach dem Schützenfrühstück konnten wir für ein paar Stunden Brigitte wieder an unserem Tisch begrüßen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sie mit Herz und harter Hand einige der Strafen verliest.

Unvergessen bleibt natürlich auch die Rudereinlage von unserem Jungschützenkönig mit seinen Hofstaatherren und Jürgen Walter – Sonntags in der eiskalten Bache neben der Schützenhalle.

Gebadet wurde an diesem Wochenende allerdings noch mehr, ob in mehreren Pools oder der Bache, alles war dabei.

Die Altschützen standen am Scheideweg bei ihrem ersten Fest nach Eikerpaul mit einem neuen Festwirt. Das gleiche Schicksal trifft uns in diesem Jahr und auch uns muss bewusst sein, dass es Veränderungen geben wird. Dabei darf man allerdings nicht die lange gelebten und gehegten Traditionen vergessen, die das Fest zu dem machen, was es nunmal ist: Liborischützenfest in Bredenborn.

Der diesjährige Ball der Könige fand am 13. September in Löwendorf statt. Noch langem Hin und Her fand sich doch noch ein Verein, der sich bereit erklärte die Veranstaltung auszurichten. Daran lässt sich ganz klar erkennen wie schwierig es mittlerweile ist so einen Ball zu veranstalten bei dem nachher auch schwarze Zahlen auf dem Blatt Papier stehen sollen.

Wir Jungschützen waren etwas schwach vertreten beim Königsball, also mussten die anderen Vereine das rausreißen, was auch prima gelang. Es wurde viel getanzt und bis in die Morgenstunden gefeiert.

Am nächsten Tag waren wir zum Dekanatssingen der Kirchenchöre in der Bredenborner Kirche eingeladen. Die Frauensinggemeinschaft richtete anlässlich ihres 40 jährigen Jubiläums die Veranstaltung aus – zum anschließenden Kaffee und Kuchen haben wir es mit ein paar Leuten geschafft. Der Ball der Könige vom Vortag und der Fussball ließen allerdings ein frühzeitigeres und zahlreicheres Erscheinen leider nicht zu…

Am darauf folgenden Samstag nahmen wir am 125 jährigen Jubiläum der Löschgruppe Bredenborn teil. Die Floriansjünger hatten zu einem kurzen Umzug mit anschließender Bierverköstigung eingeladen – eine Veranstaltung nach unserem Geschmack. Es wurde lange und ausgiebig gefeiert.

Wie in den Jahren zuvor haben wir mit unserer Fahnenabordnung an den kirchlichen Festlichkeiten, sowie am Volkstrauertag teilgenommen, bei dem in diesem Jahr einige Vorstandmitglieder mit Fackeln am Ehrenmal standen.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass der Bericht kurzweilig genug war und ich Euch nicht allzu sehr gelangweilt habe.

Uns allen wünsche ich noch ein paar nette Stunden in der Halle, eine aufregende Schützenfestsaison und vor allem Gesundheit und ein erfreuliches Jahr 2015.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Dominik Jäger, Fähnrich