2012 (Jahresbericht)

Verehrte Gäste, liebe Jungschützen,

auch im Jahr 2012 gab es wieder einige Ereignisse außerhalb des Jungschützenvereins über die es zu berichten lohnt, hier ein paar Zitate die ich der Frankfurter Allgemeinen geklaut habe und die das Jahr Revue passieren lassen:

  • „Es ist schwer zu sagen, wer auf wen schießt.“

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al Arabi, über den Bürgerkrieg in Syrien.

  • „Vada a bordo, cazzo! – Gehen Sie zurück an Bord, verdammt!“

Der  Hafenkommandant von Livorno, in der Unglücksnacht am Telefon zum Kapitän der havarierten „Costa Concordia“

  • „Ich spiele nicht mit der Sicherheit des Staates Israel.“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

  • „Der deutsche Fußball war noch nie so populär wie jetzt. Und der deutsche Fußball wurde noch nie so stark mit Niederlagen verknüpft wie jetzt. Aus arroganten Siegertypen sind liebenswerte Loser-Typen geworden.“

Die schwedische Zeitung „Expressen“ über das Ende von Deutschlands Titeltraum im EM Halbfinale

  • „Vierte – immer! Das kann doch nicht wahr sein!“

Verzweifelter Aufschrei von Stabhochspringerin Silke Spiegelburg bei den Olympischen Spielen -  auch im Rest der deutschen Olympia-Mannschaft enttäuschten viele.

  • „Wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht draußen sind und den Mond zu Ihnen herunterlächeln sehen, dann denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern ihm zu.“

Vorschlag der Familie Armstrong, wie man den ehemaligen Astronauten ehren könne.

  • „Natürlich werden wir unsere Schulden zurückzahlen, ich verspreche es.“

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras.

  • „Jetzt komm ich nach Hause.“

Extremsportler Felix Baumgartner in den letzten Sätzen vor seinem Sprung aus der Stratosphäre.

Das Jungschützenjahr startete am 4. Februar mit der Generalversammlung inklusive anstehender Neuwahlen. Sebastian Fischer übernahm das Amt des Geschäftsführers von Andreas Busse der 14 Jahre lang die Geschäfte des Vereins geführt hatte. Andi bedankte sich bei der Versammlung für die letzten Jahre und ich habe fast ein paar Tränen gesehen – sowohl Zuhörer als auch Andreas eingeschlossen.

Markus Wiechers übernahm das Amt des Kassierers und Marc Wielgoß würde zum 2. Hauptmann gewählt.

Die Party im Anschluss war etwas besser besucht als im Jahr zuvor.

Die Einladung zum Nieheimer Stadtschützenfest in Eversen nahmen wir dankend an und verließen mit einer kleinen Abordnung von 9 Personen die Stadtgrenze.

Während Sebastian unsere kleine Abordnung anführte waren die anderen Vorstandsmitglieder dabei den drohen Abstieg des SV Germania Bredenborn abzuwenden.

Wären die einen im Eichenwald gegen den TSC Steinheim schwitzen, würden wir in Eversen von der Sonne gesengt.

Für manche wurde es auch eine schweißtreibende Entscheidung zwischen dem Grüßen bei der Königsparade und dem heimlichen Nachschauen der Handynachrichten zum Spielgeschehen im Eichenwald – am Ende hat sich allerdings noch alles zum Guten gewendet.

Nach einer recht eigenwilligen Königsparade, ausschweifenden Rede des Everser Oberst und Ausführungen des Nieheimer Bürgermeisters Rainer Vidal zur Fussball EM bei er sich fast um Kopf und Kragen redete, waren wir froh als wir im Festzelt angelangt waren.

Unser nächster Auslandseinsatz fand dann im benachbarten Vörden statt. Am 01. Juli luden die Ackerstädter zum Stadtschützenfest und wir freuten uns schon im Vorfeld auf den Besuch in der Nachbarschaft. Unser Bredenborner Schützenbruder Christan Zawadzki war Mitglied des Vördener Hofstaates und so wurde aus der Pflicht eine Kür. Bei gutem Wetter harrten wir bis zum Schluss aus und sangen auf, neben und vielleicht auch unter den Tischen.

Am Liboriwochenende 2012 sollte dann das Highlight eines jeden Bredenborner stattfinden – das Bredenborner Schützenfest. Eine große Anzahl an Jungschützen nahmen am Samstag wie auch schon in den Jahren zuvor am Fackelumzug teil – immer wieder schön zu sehen, dass dieser Termin zum festen Jungschützen-Bestandteil auch bei einem Altschützenfest geworden ist. Insgesamt war die Schützenhalle etwas weniger Besucht als im Vorjahr, allerdings ist das hier wohl Meckern auf hohem Niveau.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Majestäten, König Eckhard Meyer und Königin Katrin Finke konnten die Kollerbecker Majesteten mit ihrem Hofstatt begrüßen, die zwar am nächsten morgen alle wieder zur Arbeit mussten, sich aber trotzdem nicht davon abhalten ließen bis spät abends das Tanzbein zu schwingen.

Am Montagmorgen freuten wir uns wieder einige Jungschützen in der Messe zu sehen – schön dass diese Tradition immer mehr wahr genommen wird, da könnten sich so manche Altschützen eine Scheibe von Abschneiden!

Nach dem Schützenfrühstück konnten wir eine alte Bekannte am Tisch der Jungschützen begrüßen – Brigitte war nach einigen Jahren wieder bei uns und verlas mit Herz und harter Hand Strafen. Ein paar Stunden Zucht und Ordnung tat uns allen mal wieder gut.

Was bleibt sonst noch so zum Schützenfest 2012 zu sagen: Man sollte vorsichtig beim blinde Kuh spielen sein – so etwas kann Wort wörtlich nach hinten losgehen…

Ende August luden uns Anke und Martin zu ihrer Hochzeit ein. Zahlreich folgten wir der Einladung und erfreuten uns am Ja-Wort in der Messe, sowie der toll geschmückten großen Halle. Euch beiden alles Gute für euren gemeinsamen Weg.

Der diesjährige Ball der Könige in Eilversen am 9. September war für uns mal wieder der Abschluss der Schützenfestsaison. Um es kurz zu fassen: An einem gelungen Abend wurde viel getanzt, gelacht, das eine oder andere Bier getrunken und auch die eine oder andere Mütze und Schärpe vergessen. Zum Glück für die Vergesslichen konnten die Utensilien nachts noch mit dem privaten Taxi geborgen werden…

Am 26. Oktober suchten wir unser Vereinslokal einmal nicht als Anlaufstelle zum nächsten Schützenfest auf, sondern folgten gerne der Einladung Ulla Wiechers zu ihrem 50. Geburtstag. Ein bayrischer Abend mit Haxen und Blasmusik aus Sommersell war ganz nach unserem Geschmack – man hörte die üblichen Verdächtigen seien auch fast bis zum Aufräumen da geblieben…

Den Bredenborner Weihnachtsmarkt besuchten die meisten von uns in diesem Jahr als Gäste – dieses Jahr entstand ein kleiner Weihnachtsmarkt rund um den Baum auf dem Schützenplatz unter Führung der „Mittwochs beim Kneiper“ Gruppe. Der Weihnachtsbaum fand auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung.

Wie in den Jahren zuvor haben wir mit unserer Fahnenabordnung an den kirchlichen Festlichkeiten, sowie am Volkstrauertag teilgenommen.

Ein weiteres Ereignis spielte sich kurz vor Weihnachten in ganz Bredenborn ab, als schwarz/weiß gekleidete Menschen in Richtung der Schützenhalle pilgerten. Nachdem Marcel im September schon vor der eigenen Tür gekehrt hatte gab er den Besenstiel im Dezember an Mathias weiter, um dann zusammen eine große Party am 22. Dezember zu schmeißen. Vielen Dank euch beiden für die Einladung, wird sind alle gerne gekommen.

Übrigens mit 40 wird man auf einem Esel reitend durchs Dorf geführt…

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass der Bericht kurzweilig genug war und ich Euch nicht allzu sehr gelangweilt habe.

Uns allen wünsche ich noch ein paar nette Stunden in der Halle, eine aufregende Schützenfestsaison 2013 und vor allem Gesundheit und ein erfreuliches Jahr 2013.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Dominik Jäger, Fähnrich